Individuelle Anreise. Wir treffen uns mit Nikola am frühen Abend gegen ca. 18 Uhr im Hotel. Bei einem gemeinsamen Abendessen lernen wir uns kennen. Ausführliche Anreisetipps zum Hotel erhalten Sie mit den letzten Reiseunterlagen.
8 Übernachtungen in Reykjavík.
Gemeinsam unternehmen wir eine erste Erkundung und spazieren zu Fuß durch die „Stadt der Kontraste“, in der kosmopolitische Strömungen auf Traditionelles treffen. Vom Turm der Hallgrímskirche aus genießen wir das Panorama auf die bunten Dächer. Der Blick reicht weit über die Stadt bis zu den schneebedeckten Bergen.
Weiter geht es zu dem unter Naturschutz stehenden Stadtsee Tjörin, der Brutstätte für zahlreiche Vogelarten ist. In dem ins Wasser gebauten Rathaus bewundern wir das große Islandrelief. Nikola sprüht und erzählt uns spannende Details zur Stadtpolitik, Tagesgeschehen, Architektur und Entstehung Reykjavíks. Auf dem Flohmarkt Kolaportið kosten wir typische Spezialitäten und Kuriositäten: Trockenfisch, Algen und süßes Roggenbrot.
Beim Bummel durch die Altstadt erblicken wir u. a. das Parlament. Sehenswerte Gebäude der Neustadt sind das Landestheater, das Opernhaus und das Haus der Kultur in der Straße Hverfisgata. Im Botanischen Garten entdecken wir nachmittags Islands artenreiche Flora.
Mit dem Rad geht es heute entlang der Promenade des Strandes Nauthólsvík. Die Strecke ist flach und leicht zu befahren. Unterwegs halten wir immer wieder an, um Nikolas fesselnden Geschichten zu lauschen. Wer mag, erhält die Gelegenheit, im Meer zu baden. Thermalwasser wird ins Meer geleitet und bietet ganzjährig eine Wassertemperatur von ca. 20° C.
Am Warmwasserspeicher Perlan sprechen wir über geothermale Energie. Perlan ist außerdem ein interessantes Beispiel für Islands moderne Architektur: Das Fundament bilden riesige Speicherbehälter, darauf thront eine gläserne Kuppel.
In einem der alten Wassertanks befindet sich das multidimensionale Saga-Museum, das auf unterhaltsame, lebendige Art und Weise Einblicke in Islands Geschichte bietet. Historische Figuren und Geschehnisse von den ersten Siedlern bis zur Reformation werden hier wieder zum Leben erweckt – seien Sie gespannt!
Auf dem Rückweg treffen wir ein Mitglied der isländischen Bergungsmannschaft, das uns von seiner Arbeit erzählt. Der Einsatz der Bergungsmannschaft erfolgt auf freiwilliger Basis, die Mitglieder opfern einen Großteil ihrer Freizeit. Viele Touristen unterschätzen das Hochland, die Anzahl der Einsätze steigt dadurch Jahr für Jahr immer weiter an.
(Radtour: einfaches Niveau, flach am Strand entlang, ca. 5 bis 6 Stunden)
Vormittags erhalten wir einen ersten Einblick in Islands Kunst im Kunstmuseum Kjarvalstaðir, das vor allem für Landschaftsbilder von Jóhannes Kjarval (1885-1972) bekannt ist. Isländische Museen sind klein und so bleibt uns noch Zeit für die Nationalgalerie Listasafn Islands (Arbeiten isländischer Künstler aus dem 19. und 20. Jh.).
Nachmittags werden wir im CIA, Zentrum für isländische Kunst, empfangen. Anschließend besuchen wir kleine Galerien und/oder Ateliers und führen Gespräche mit Künstlern oder Galeriebesitzern.
Mit der Fähre setzen wir über zur Insel Viðey mit ihrer riesigen Artenvielfalt an Vögeln. Die Idylle der wild mit Gras und Sumpfpflanzen bewachsenen Insel ist perfekt, um den Tag ausklingen zu lassen.
Gut gerüstet, am besten mit Handschuhen, Kopfbedeckung und wetterfester Kleidung, starten wir vormittags von Reykjavíks altem Hafen aus zur Walbeobachtung (ca. 2,5-3 Stunden). Meist tummeln sich Zwerg-, Buckel- oder Schweinswale sowie Delphine im Meer – lassen wir uns überraschen! Nach der Tour treffen wir die Biologin eines Walforschungs-Projekts, die sich mit uns über ihre Forschungen unterhalten und gerne Fragen beantworten wird.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Besuchen Sie die Blaue Lagune, das Nationalmuseum oder gehen Sie shoppen.
Mit dem Bus fahren wir heute zum landschaftlich reizvollen Nationalpark und UNESCO-Weltkulturerbe Þingvellir. Hier spaltet sich die Erde: Riesige Risse in der Lavaebene demonstrieren eindrucksvoll, dass an dieser Stelle die europäische und die amerikanische, tektonische Platte auseinanderdriften.
Der grandiose Wasserfall Gullfoss imponiert uns mit seinen gewaltigen Wassermassen. Gespeist vom Gletscherfluss Hvítá bietet er besonders bei Sonnenschein ein traumhaftes Spektakel. Am Geysir Strokkur bewundern wir den Anblick heißer Wasser-Fontänen, die laut fauchend mit einer Höhe von 10-20 m emporschießen.
Unterwegs besuchen wir Gljúfrasteinn, einst das Wohnhaus des Literatur-Nobelpreisträgers Halldór Laxness („Wer immer nur nach dem Zweck der Dinge fragt, wird ihre Schönheit nie entdecken.“). Wie hat der Schriftsteller gelebt? Wie sind seine Werke entstanden?
Der Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. Optional haben Sie die Möglichkeit, Nikola auf eine Tagesfahrt im Superjeep auf Islands zweitgrößten Gletscher Langjökull zu begleiten (Bitte bei Buchung anmelden!). Genießen Sie den Blick übers Hochland, erleben Sie die Stille abseits jeglicher Zivilisation! In Island gelten strenge Off-Road-Bestimmungen, da die Vegetation sehr sensibel ist. Unsere Fahrt führt uns über eine steinige Hochlandstraße zum Gletscher, der aufgrund seiner kilometerdicken Eisschicht unbedenklich befahren werden kann.
Interessantes aus der Welt der Saga und Geschichten erfahren wir unterwegs in Reykholt und Borganes. In Reykholt lebte und wirkte der Edda-Dichter Snorri Sturluson, seine Sagas haben hier ihren Ursprung. Bei den Sagas handelt es sich um altnordische Prosa, eine Mischung aus erdichtetem Roman und dokumentarisch festgehaltenen, historischen Fakten.
Vorbei geht es auch an der stärksten, heißen Quelle Europas, Deildartunguhver, wo es nur so brodelt und dampft.
Wer mag, erholt sich abends im Thermalbad: ein mit geothermaler Energie geheiztes Freibad mit Dampfbad und „Hot Pots“ – heißen Jacuzzis, z. T. mit Massagedüsen. Nikola erklärt, warum Bäder so wichtig im Alltag der Isländer sind.
Ein besonderes Highlight erwartet uns heute am „Elfentag“. Diese faszinierenden Wesen haben einen festen Platz in der isländischen Kultur und eine besondere Bedeutung. Existieren sie wirklich?
Die Elfen-Expertin Sibba Karlsdottir glaubt fest daran. Mit dem Bus geht es vormittags ins 15 Minuten entfernte Hafnarfjörður, die „Elfenstadt“. Auf unserem Spaziergang mit Sibba erkunden wir die Elfensiedlungen, lassen uns geheime Plätze zeigen und aufregende Geschichten aus der magischen „Welt der Verborgenen“ erzählen. Die verborgenen Wesen sind der Ausdruck des inneren Lebens der Natur. Immer wieder treten seltsame Phänomene auf, die sich wissenschaftlich nicht erklären lassen. Jeder Gast erhält eine liebevoll angefertigte „Karte der Verborgenen Welten“.
Auch Magnús Skarphédinsson ist von der Existenz der Elfen überzeugt und er muss es schließlich wissen, beschäftigt er sich schon seit über 30 Jahren wissenschaftlich mit dem Thema. Zurück in Reykjavík lädt uns Magnús in der Elfenschule zu Pfannkuchen ein und erzählt Wissenswertes zu den kleinen Wesen: wo sie wohnen und wie ihre Wohnorte aussehen, welchen Einfluss sie auf Menschen haben, wie sie aussehen, alles über ihr Treiben und – das Wichtigste – wie man sie erkennt. Zum Abschluss erhält jeder eine Elfen-Urkunde und ein Begleitheft mit Geschichten und Erklärungen.
Der Rest des Nachmittags steht freien Verfügung. Abends treffen wir uns zum Abschiedsessen und zum anschließenden, gemütlichen Nachtspaziergang.
Wer mag, stürzt sich noch in die Kulturnacht (nur im August). Museen, Buchläden und Cafés haben die ganze Nacht geöffnet. Kleinkunstaufführungen und andere kulturelle Veranstaltungen finden statt, den Abschluss bildet ein Feuerwerk.
Bless, Reykjavík! Individuelle Abreise.