Flug mit Lufthansa ab Frankfurt. Ankunft in Rom und Transfer zum Hotel. Erste Hintergrundinformationen zur Politik – eine hilfreiche Stütze zum Verständnis eines Landes, wo nicht nur Zitronenbäume blühen.
Anschließend unternehmen wir eine Erkundungstour durch Trasteveres kleine Gassen, wo Künstler und Schriftsteller Tür an Tür mit einfachen Familien wohnen. Trastevere nimmt eine besondere Stellung ein: im Mittelalter und in der Renaissance war es Tras Tevere, d. h. jenseits des Tibers - ein Ort vor den Toren, wo Dante gelebt haben soll. Später galt es als Arme-Leute-Viertel und wurde erst in den letzten 50 Jahren als Trend-Viertel, vor allem von Künstlern und Intellektuellen, entdeckt. Gemeinsames Abendessen in einer einfachen Trattoria in einer ruhigen Seitengasse mit guter lokaler Küche.
7 Übernachtungen in Trastevere, Rom.
Vormittags Besuch des volkstümlichen Flohmarkts in Porta Portese.
Nachmittags tasten wir uns an die Geschichte heran und erklimmen das Kapitol mit Blick auf das Forum Romanum. Besuch der Kapitolinischen Museen, die uns die Schlüssel zur Antike geben, angefangen von der Kapitolinischen Venus über den Sterbenden Galater bis zum Reiterstandbild des Marc Aurel. Auf der Dachterrasse des Konservatoren-Palastes genießen wir den herrlichen Blick, danach Spaziergang durch das ehemalige jüdische Ghetto.
Das Herz von Rom sind seine Kirchen. Ein Rundgang durch bekannte, aber auch weniger bekannte Gotteshäuser offenbart uns ein Stück spannende Stadtgeschichte vom frühen Mittelalter bis in den Spätbarock. Es gäbe Rom nicht ohne die Päpste, sie waren Auftraggeber der berühmtesten Bauten und ließen sie prachtvoll ausschmücken.
Atemberaubend ist der Besuch der Kirche San Clemente, die auf einem alten Heiligtum des Lichtgotts Mithras errichtet wurde, das vom stimmungsvollen Plätschern eines unterirdischen Wasserfalls untermalt wird. Der Wasserlauf soll einst den See gespeist haben, den Kaiser Nero vor seinem Palast, dem Goldenen Haus, anlegen ließ - just dort, wo sich heute das Kolosseum erhebt.
Über das angeblich ruchvolle Leben und sicher geniale Werk Caravaggios geben uns die Kirchen Sant’Agostino mit der berühmten „Madonna der Pilger“ und die Nationalkirche der Franzosen San Luigi dei Francesi mit drei Altargemälden des Malers Aufschluss.
Heute erforschen wir Roms Märkte. Auf Trasteveres Traditionsmarkt „schmecken“ wir bei der Käsehändlerin Giuliana Pettini. Schon seit über 50 Jahren ist Giuliana in Trastevere anzutreffen – da hat sie viel erlebt und gesehen. Erst recht, da sie viel herum kam und damals oft ins Haus lieferte. Die Frauen ließen dann vom Fenster aus den Korb an einer Schnur hinunter und Giuliana packte Parmigiano und Pecorino hinein. Ihr Sohn Fabio studierte die Kunst des Käsemachens und setzt heute auf Bio-Produkte und beste Qualität.
Über die Brücke Ponte Sisto schlendern wir anschließend ein kleines Stück durch die schönste Renaissance-Straße Roms, die Via Giulia, zum Campo de' Fiori, wo wir am Kräuterstand „riechen“. Auch auf anderen Märkten entdeckt man noch traditionelle römische Stände. Spüren Sie die besondere Atmosphäre!
Zum guten Essen gehört ein guter Wein. Am späten Nachmittag besuchen wir eine der ältesten Enotheken der Stadt: Costantini an der Piazza Cavour. Bei einer Erklärung zu Gewinnung, Sorte und Prädikat genießen wir den herrlichen Wein.
Unser Spaziergang zur köstlichen Traube führt uns über die Engelsburg, die wir hinauf steigen, um den wunderbaren Blick zu genießen.
Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Den Nachmittag widmen wir der Kunst und der Lust der Sinne in einer der bedeutendsten Gemäldegalerien Italiens, der Galleria Borghese. Wir sehen die sündhaft schöne Danae von Corregio, die verführerischen Lieben, die Irdische und die Himmlische von Tizian, die entblösste Wahrheit von Bernini…
Wenn sie anwesend ist, treffen wir die Leiterin der Galleria Borghese zum Gespräch, oder eine andere Persönlichkeit aus dem Bereich der Kunst- und Denkmalpflege. Kontrast bietet ein anschließender Rundgang durch ein, zwei Galerien der zeitgenössischen Kunst.
Eine kurze Erholungspause von der Stadt: heute fahren wir nach Tivoli. Das antike Tibur ist berühmt für seine Villen. Wir unternehmen einen Spaziergang durch die Epochen von den antiken Tempeln der Akropolis über die Renaissance-Gartenanlagen der Villa d’Este mit ihren prachtvollen Brunnenanlagen zum romantischen Flair der Villa Gregoriana, die 1835 durch Papst Gregor XVI errichtet wurde. Spazierwege führen an Bäumen und an steilen Berghängen entlang, an Wasserfällen und Grotten vorbei.
Es gibt Blütezeiten und Niedergänge, nicht alle Werte können erhalten werden, die Zeit rafft vieles dahin. Doch einige wehren sich gegen die rasende Entwicklung des Hightech-Zeitalters. Im historischen Zentrum gibt es sie noch: kleine Handwerker (artigiani) und Künstler, die wir in ihren „botteghe“ besuchen. Sie lassen sich nicht vertreiben und halten an der Tradition fest, an dem Wissen ihres Metiers, das von Generation zu Generation überliefert wurde.
Da ist z. B. der Buchbinder Aldo Fefe, der auch zu Zeiten des Internets noch Bücher bindet. In seinem Geschäft türmen sich die wertvollsten Bücher in verschiedenen Sprachen. Spannend ist auch die Arbeit des Rahmenbauers, dessen Rahmen nicht selten kunstvoller sind als die zu rahmenden Werke, oder der Besuch im Atelier von Familie Piovano mit ihren Mosaikarbeiten und Holzskulpturen.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.
Beim exklusives Abschiedsabendessen genießen wir im edlen Ambiente römische Spezialitäten unter dem Motto „Speisen zwischen Kunstwerken“ in einem Design- und Kunstgeschäft. Freuen Sie sich auch auf anregende Gespräche mit einem oder mehreren eingeladenen Künstlern.
Transfer zum Flughafen in Rom und Flug nach Frankfurt.