Eine Stadt wie auf Wasser gebaut. Wir fahren mit den Fischern raus in die Lagune. Bei Toni essen wir den frisch zubereiteten Fang in seiner Fischerhütte. Presidente ‚Lollo’ Manna führt uns über „seinen“ Fischmarkt, der hier am Rialto seit Jahrhunderten stattfindet. Anschließend kochen wir mit den Einkäufen daheim bei Maria Grazia Calò ein venezianisches Menü. Bei einem architektonisch-historischen Rundgang stehen die beidern Sakralbauten des Renaissance-Architekten Andrea Palladio im Mittelpunkt. Im September besteht zudem die Möglichkeit zum Besuch der Biennale. Unseren Abschlussabend feiern wir bei Venedigs Wein-Legende Mauro Lorenzon in der 'Enoiteca' Mascareta.
SCHWIERIGKEITSGRAD DER REISE: Die Reise bietet keine besonderen Schwierigkeiten. Man sollte keine Angst haben, Boot zu fahren.
Individuelle Anreise zu unserem Hotel Casa Verardo im Herzen Venedigs. Wir organisieren gerne einen Transfer in unserem privaten Wassertaxi vom Bahnhof und Flughafen zu unserem Hotel Casa Verardo. (Autofahrer können ggf. am Flughafen parken und den gemeinsamen Transfer von dort nutzen.)
Vor dem Abendessen mit venezianischen Speisen in einer der besten Osterien der Stadt machen wir einen kleinen abendlichen Spaziergang, auf dem Sie unser Viertel, das Castello, kennenlernen.
Anreise-Empfehlung: Von München können Sie tagsüber oder per Nachtzug ohne Umstieg mit der Bahn nach Venedig fahren. Von Berlin fliegen Easyjet und TUIfly direkt nach Venedig. Lufthansa und TUIfly fliegen von vielen deutschen Städten direkt nach Venedig, u. a. Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Köln-Bonn, Frankfurt, Stuttgart und München.
Nach einem gemütlichen italienischen Frühstück im Hotel (bei schönem Wetter auf der Frühstücksterrasse) fahren wir mit unserem Wassertaxi nach Burano und treffen dort die Fischer der Cooperativa San Marco. Mit Fischer Damiano fahren wir raus in die Lagune. Es gibt heute noch etwa einhundertundfünfzig Haupterwerbsfischer, die meisten auf der Insel Burano (nicht zu verwechseln mit Murano). Wir lernen ihre besonderen Fang- und Zuchtmethoden kennen, vor allem die Zucht der moeche, einer Krebsart, die es nur hier in Venedigs Lagune gibt und die im Mai ihre beste Zeit hat. Zu Mittag essen wir bei Toni in seiner ausgebauten Fischerhütte direkt über dem Wasser. Der Fang wird frisch für uns zubereitet. Am Spätnachmittag kehren wir zurück zu unserem Hotel und haben Zeit für eine Pause und eigene Erkundungen. Abends machen wir mit Rebecca Roveda von Slow Food Venezia einen kulinarischen Rundgang im Castello, auf dem wir verschiedene bàcari besuchen, die venezianischen Tavernen, in den man cicheti und ombre zu sich nimmt, kleine Speisen und „Schatten“.
Heute früh treffen wir Lorenzo „Lollo“ Manna, den Leiter des Fischmarktes am Rialto zu einem Rundgang. Er war hier 27 Jahre Verkäufer und es gibt wohl niemanden in Venedig, der mehr von Fisch versteht. Er geht mit uns von Stand zu Stand. Warum kostet der Steinbutt bei einem Verkäufer 13 und beim anderen 39 Euro das Kilo? Aus Aufzucht oder gefischt? Wo gefischt - Lagune, Adriatisches oder Tyrrhenisches Meer? Wie alt und groß? Wie hoch das Fleisch, wie seine Konsistenz, wie die Kiemen, die Augen...? Wir haben Zeit für eigene Erkundungen auf dem Markt (nebenan sind auch Obst, Gemüse und Fleisch) und sind dann mittags zu Gast in „Lollos“ Restaurant, wo er für uns den Fisch vom Markt zubereitet und erläutert. Am Nachmittag unternehmen wir einen Streifzug über die Insel Giudecca, nur einen Katzensprung vom Markusplatz, aber ein anderes Venedig. Hier sind noch heute die Bewohner unter sich, auch wenn inzwischen einige Luxushotels entstehen. Wir besichtigen die Kirche Il Redentore, ein Meisterwerk des Renaissance-Architekten Andrea Palladio. Der Rest des Nachmittags steht zur freien Verfügung. Am Abend treffen wir uns zu einer kleinen Degustation venetischer Käse und Weine.
Wir sind eingeladen bei Maria Grazia Calò in ihrem venezianischen Palazzo aus dem 16. Jahrhundert einige Schritte vom Canale Grande. Der Koch Sebastiano Molani und Maria Grazia bereiten mit uns venezianische Fischgerichte zu wie Sarde in saor, Tagliolini alla Rialto und Branzino al forno con patate. Nach dem gemeinsamen Essen besteht am Nachmittag freie Zeit für persönliche Unternehmungen und Besorgungen bevor wir zusammen unseren Abschlussabend bei Venedigs Wein-Legende Mauro Lorenzon feiern.
Nach dem Frühstück heißt es Abschiednehmen von unserer Reise nach Venedig. Oder Sie buchen eine individuelle Verlängerung. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot.
Zuschlag für Einzelnutzung eines DZ € 524
Der Reisepreis beinhaltet:
* 4 Übernachtungen (Doppelzimmer) im Hotel Casa Verardo inklusive Frühstück in Zimmern der Kategorie „de luxe“. (Zuschlag für Einzelnutzung eines Doppelzimmers: 524 €. Es steht auf Anfrage im Hotel auch ein sehr kleines Einzelzimmer zu Verfügung, das gegen einen geringen Einzel-Zimmerzuschlag genutzt werden kann.)
* 4 mindestens viergängige Menüs inklusive Wein (1/2 Flasche pro Person), Wasser und Caffè
* Kleine Degustation venetischer Käse und Weine
* Imbisse in verschiedenen bàcari inklusive Getränken
* Ausflug in die Lagune auf dem Fischerboot mit Damiano
* Kochkurs venezianische Fischküche mit Sebastiano Molani bei Maria Grazia Calò
* Abschlussabend bei Mauro Lorenzon
* Alle Führungen, Eintritte und Besichtigungen
* Transporte laut Programm in unserem privaten Wassertaxi
* Begleitung und Erläuterung an allen Tagen durch Rebecca Roveda, Slow Food Venezia
* Reiseleitung und Übersetzung Heiner Kaibitsch
* Sicherungsschein
Nicht enthalten:
* An- und Abreise
* Reiserücktritts- und Reisekrankenversicherung
Casa Verardo:
Wir sind zu Gast im familiär geführten Hotel Casa Verardo im Stadtteil Castello. Zu Fuß sind es keine fünf Minuten zum Markusplatz, aber das Hotel mit seinen 23 Zimmern liegt in einer ruhigen und wenig frequentierten Seitenstraße. Es befindet sich in einem denkmalgeschützen venezianischen Palazzo aus dem 16. Jahrhundert und verfügt – selten für Venedig – über einen kleinen internen Garten, in dem man tagsüber und abends ruhig und ungestört sitzen kann. Hier ist man mitten in der Stadt, hat aber Ruhe zum Ausspannen und Genießen. Von einer kleinen Aussichtsterrasse im vierten Stock fällt der Blick auf den Markusdom. Uns gefällt zudem das freundliche und hilfsbereite Personal. Der historische Palazzo wurde in den Jahren 2004-2004 von Grund auf renoviert und verfügt auch über moderne Annehmlichkeiten wie Aufzug, Lärmschutz, individuell regelbare Klimaanlage und neue Bäder mit Dusche oder Badewanne. Für uns sind Zimmer der besten Kategorie „de luxe“ reserviert. Sie verfügen über antike Möbel, Originalmalereien, teilweise der venezianischen Schule des 16. Jahrhunderts, geschmackvoll kombiniert mit Lampen und Stoffen des 20. Jahrhunderts.
HINWEISE DES VERANSTALTERS:
Mindestteilnehmerzahl:6
Höchstteilnehmer: 12
Änderungen im Reiseverlauf aufgrund örtlicher Gegebenheiten sowie Änderungen bei der Reiseleitung sind möglich.
Die Reise kann bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl bis vier Wochen vor Reisebeginn vom Veranstalter abgesagt werden. In der Regel können wir Ihnen aber bereits einige Monate vor Reisebeginn mitteilen, ob die Reise stattfindet.