Wüsten und Wadis. Tempel und Gräber.
Damaskus und Aleppo. Petra und Wadi Rum.
Märchen aus Tausendundeiner Nacht.
Besonderes bewusst erleben
Morgens Flug von Ihrem Wunschflughafen in Deutschland nach Wien, von wo aus Sie vormittags nach Syrien abfliegen. Am Flughafen von Damaskus werden Sie von Ihrem Reiseleiter empfangen und zum Boutiquehotel »Al Zaetona« gebracht. Die Zimmer dieses stilvoll restaurierten Damaszener Altstadthauses sind mit schönen Holzmöbeln mit Perlmutt-Arbeiten ausgestattet. In den originellen Bädern fühlt man sich wie im Hamam. Von der Dachterrasse haben sie einen herrlichen Blick auf die Altstadt und den Qassiyunberg. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung, um sich von Ihrem Flug zu erholen oder einen ersten Spaziergang durch die Altstadt von Damaskus zu machen.
Heute erkunden Sie die syrische Hauptstadt und besuchen zunächst das Nationalmuseum. Im Anschluss besichtigen Sie die Tekkiye-Moschee, zu deren großem Komplex neben der eigentlichen Moschee eine Karawanserei (hier machten Reisende und Pilger gen Mekka Station) und eine Koranschule gehören. Auf dem hiesigen Handwerkermarkt ist noch einer der letzten Brokatwebstühle zu sehen. Sie fahren weiter in die Altstadt, wo Sie Ihre Stadtbesichtigung zu Fuß fortsetzen. Sie schlendern über den Suq al-Hamediyyeh, einen der größten Basare in Damaskus, und besichtigen das Bimaristan al-Nuri, ein Spital aus dem 12. Jahrhundert, das heute ein medizinisches Museum beherbergt. Sie sehen die Omayyadenmoschee, bevor es über den Gold- und den Gewürzbasar weitergeht zum Azempalast, in dem sich heute das Volkskundemuseum befindet. Von hier aus spazieren Sie zur St.-Ananias-Kapelle, wo Paulus sein Augenlicht zurückerhalten haben soll. Nahe dem Osttor befindet sich der Laden der Frauenkooperative ANAT. Hier werden moderne, mithilfe traditioneller Techniken hergestellte Textilien angeboten, die mehr als 800 bei ANAT beschäftigte Frauen in verschiedenen syrischen Dörfern fertigen. Am späten Nachmittag fahren Sie auf den Hausberg Jebel Qassiyun. Genießen Sie den wunderschönen Blick auf die syrische Hauptstadt. Am Abend haben Sie Gelegenheit, im Café Naufara einem Hakawati, einem der letzten Märchenerzähler in Syrien, zu lauschen. Übernachtung wie am Vortag.
Sie verlassen Damaskus in Richtung Nordosten und fahren nach Maalula im Qalamungebirge, wo Sie die Klöster der Heiligen Thekla und des St. Sergius besuchen. Danach geht es weiter nach Al Nabek. Ein Höhepunkt der Reise erwartet Sie nach einem gut halbstündigen Aufstieg durch ein romantisches Wadi (Tal): Das Kloster Deir Mar Musa ist bekannt für seine einzigartigen mittelalterlichen Fresken. Genießen Sie die Gastfreundschaft der hier lebenden ökumenischen Gemeinschaft, die das Kloster in den 1990er Jahren wiederbelebt und auch zu einem Zentrum des ökologischen Landbaus gemacht hat. Anschließend fahren Sie zum Krak des Chevaliers, einer der besterhaltenen Burgen aus der Kreuzritterzeit. Nachmittags werden Sie im Hotel »Al Wadi« erwartet, das in einer wunderschönen Landschaft mit Olivenbäumen und Eichen liegt. Vom Hotel aus haben Sie einen traumhaften Blick auf die Kreuzritterburg Krak des Chevaliers. Zum familiär geführten Hotel gehören ein großer Swimmingpool und ein wunderschöner Garten.
Hama ist für seine riesigen hölzernen Wasserräder berühmt. Seit dem 5. Jahrhundert wird mit dieser Methode Wasser aus dem Orontes geschöpft. Nachdem Sie sich dieses Schauspiel angesehen haben, fahren Sie durch das fruchtbare Orontestal über Apamea ins Gebiet der »Toten Städte« nach Serjilla, einer christlichen Siedlung mit gut erhaltenen herrschaftlichen Gebäuden aus byzantinischer Zeit. Hier besichtigen Sie verschiedene Villen, einen Versammlungsraum, die Thermen aus dem Jahre 473, eine Zisterne, eine Basilika und eine Nekropole. Das nahe gelegene Al Bara entwickelte sich im 5. Jahrhundert zum Zentrum der Oliven- und Weinproduktion. Am Nachmittag erreichen Sie Aleppo. In der Altstadt nehmen Sie Quartier im Boutiquehotel »Beit Martini Dar Zamaria«, dessen Geschichte bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Alle Zimmer liegen um einen schattigen Innenhof und sind hell und freundlich eingerichtet. Von der Dachterrasse haben Sie einen einzigartigen Blick auf die Zitadelle.
Der ehemalige Reichtum der »Toten Städte« im nordsyrischen Kalksteinmassiv gründete sich in byzantinischer Zeit auf dem Anbau und der Vermarktung von Oliven und Wein. Das Zentrum der Olivenölproduktion ist bis heute Afrin. Zwischen Oktober und Januar wird hier Öl gepresst. In dieser Gegend gibt es viele, häufig von Kurden betriebene Gartenlokale. Sie besuchen die Klosterruinen St. Simeon, einst ein christlicher Wallfahrtsort. Der Legende nach hat der Säulenheilige hier die letzten 30 Jahre seines Lebens auf einer 20 m hohen Säule verbracht. Auf einer ca. 1-stündigen Wanderung erkunden Sie die Umgebung. Am Nachmittag fahren Sie zurück nach Aleppo, der zweitgrößten Stadt Syriens und seit Jahrhunderten ein wichtiges Handelszentrum. Lassen Sie doch den Tag entspannt im Hamam (türkisches Bad) ausklingen (optional). Übernachtung wie am Vortag.
Die Zitadelle von Aleppo thront hoch über der Stadt, der etwas anstrengende Aufstieg lohnt sich allemal. Anschließend machen Sie einen Rundgang über den größten Basar des Vorderen Orients. Hier können Sie in Werkstätten hineinschauen, in denen noch heute z.T. uralte Handwerke gepflegt werden. Das Labyrinth aus überdachten Ladenstraßen und Gassen, zu dem auch Karawansereien, türkische Badehäuser und Koranschulen gehören, soll insgesamt 12 km lang sein. Danach besichtigen Sie das Armenierviertel mit seinen christlichen Kirchen und Bürgerhäusern und besuchen die Omayyadenmoschee, die auf den Grundmauern einer frühbyzantinischen Kathedrale errichtet wurde. Eine Ausstellung im ehemaligen Franziskanerkloster gibt Aufschluss über die Arbeiten zur Erhaltung der Altstadt, die seit 1986 auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO steht. Übernachtung wie am Vortag.
Am Assad-Stausee entlang geht die Fahrt zum Archäologischen Park von Emar-Balis, einem Projekt der Universität Tübingen. Direkt am Euphrat gelegen, bietet sich Ihnen hier auf wenigen Quadratkilometern ein einzigartiges Panorama der syrischen Geschichte. Obwohl die Städte Emar und später Barbalissos zu größeren Teilen in den Fluten des Stausees versanken, drängen sich auf der Halbinsel, die sich in den See erstreckt, Tempel und Wohnhäuser aus der Bronzezeit. Durch die syrische Stein- und Geröllwüste fahren Sie weiter zur Ruinenstätte Resafa, wo heute noch eine Basilika aus dem 5. Jahrhundert zu sehen ist. Hier picknicken Sie, bevor Sie auf alten Karawanenstraßen in die Oase Tadmor fahren. Das Hotel »Dedeman« ist eines der schönsten Hotels in der Region rund um die Ausgrabungen von Palmyra. Im Swimmingpool finden Sie eine willkommene Abkühlung.
Palmyra bedeutet »die Palmenreiche« und ist eine große Oase auf halbem Weg zwischen Euphrat und Mittelmeer. Ihre Blüte erlebte die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Stadt vom 1. bis 3. Jahrhundert als wichtigste Handelsmetropole in der syrischen Wüste und als Mittler zwischen dem Römischen Reich einerseits und dem Parther- und dem Sassanidenreich andererseits. Von der arabischen Burg haben Sie einen fantastischen Blick auf das Ruinenfeld. Auf dem Weg nach Damaskus legen Sie eine Erfrischungspause im berühmten Bagdad-Café ein, das von Beduinen betrieben wird. Sie übernachten im Hotel »Al Zaetona«, das Sie schon vom Anfang der Reise kennen.
Sie verlassen Damaskus in Richtung Süden und durchqueren den fruchtbaren Hauran, eine vulkanisch geprägte Landschaft mit Geröllhalden aus schwarzem Basalt. In Bosra, der ehemaligen römischen Hauptstadt der Provincia Arabia, besichtigen Sie das römische Theater, das heute noch ca. 15.000 Zuschauern Platz bietet. Sie passieren die syrisch-jordanische Grenze und treffen am frühen Nachmittag in der jordanischen Hauptstadt ein. Auf einer Stadtrundfahrt besichtigen Sie u.a. die Zitadelle und das römische Theater. Die »Queen Rania Women's Association«, der Sie einen Besuch abstatten, ist eine von der Königin ins Leben gerufene Organisation, die sich besonders gegen Kindesmissbrauch engagiert und jordanische Hausfrauen dabei unterstützt, sich ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. In Heimarbeit besticken die Frauen z.B. Schürzen und Tischwäsche, die über die Organisation verkauft werden, und gewinnen so an Ansehen in der Gesellschaft und werden unabhängiger. Ihre Unterkunft, das Hotel »Arabela«, liegt im Herzen von Amman.
Die Stadt Jerash im Jordantal -- das zur Dekapolis zählende antike Gerasa -- blickt auf eine mehr als 6.500 Jahre lange lückenlose menschliche Besiedlung zurück. Nach einer ausführlichen Besichtigung der Ruinen aus römischer und byzantinischer Zeit fahren Sie in zwei weitere Städte, die zur Dekapolis gehörten. Diese antiken Städte waren nach der Eroberung des Gebietes durch Alexander den Großen nach griechischem Vorbild gegründet oder verändert worden. In Pella zeugt das Odeon von seiner griechisch-römischen Vergangenheit, außerdem sind Reste einer Siedlung aus der Kupferzeit zu sehen. In Gadara, heute Umm Qais, soll Jesus das Wunder der Schweine von Gadara vollbracht haben. Am späten Nachmittag erreichen Sie den tiefsten Punkt der Erde, das Tote Meer. Dank des extrem salzhaltigen Wassers können Sie sich einfach aufs Wasser legen ohne unterzugehen. Sie übernachten im Hotel »Dead Sea Spa« am Nordufer. Alle Zimmer haben Balkon oder Terrasse mit Blick in den Sonnenuntergang. Wer nicht am hoteleigenen Badestrand liegen möchte, kann im Süßwasserpool baden.
Madaba ist auch als »Stadt der Mosaiken« bekannt. Die weltweit älteste noch erhaltene Mosaik-Landkarte, zu sehen in der griechisch-orthodoxen Georgenkirche, stellt das Heilige Land dar. Im Anschluss besuchen Sie das »Bani Hamida Women's Handicraft Centre«, wo Sie Handarbeiten aus Naturmaterialien anschauen und erwerben können -- kreiert und hergestellt von Beduinenfrauen im Rahmen des Frauenförderprogramms einer königlichen Stiftung. Sie fahren weiter und gelangen bald darauf zum Berg Nebo, von wo aus Moses auf das Gelobte Land geblickt haben soll, aber sterben musste, ohne es je betreten zu haben. Am Nachmittag durchfahren Sie das Wadi Mujib, ein ausgetrocknetes Flusstal, das auch als »Grand Canyon Jordaniens« bezeichnet wird, und besichtigen die Kreuzritterburg Kerak. Sie erreichen Petra und übernachten im »Petra Guest House«. Das Hotel liegt nur wenige Schritte vom Eingang zur berühmten Felsenstadt entfernt. Vom Pool des Nachbarhotels aus, der auch Ihnen zur Verfügung steht, haben Sie einen wunderschönen Blick auf die Berge von Wadi Musa. Entspannen Sie sich auf der Terrasse oder machen Sie einen Spaziergang durch den schönen Garten.
Nutzen Sie diesen Tag, um ausgiebig die »rosarote« Stadt Petra zu besichtigen. Durch eine beeindruckende Schlucht, den sogenannten Siq, gelangen Sie zum Schatzhaus, zur Prozessionsstraße und zum Amphitheater. Die verlassene Felsenstadt war in der Antike die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer. Wegen ihrer Grabtempel, deren Monumentalfassaden direkt aus dem Fels gemeißelt wurden, gehört sie heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und wurde 2007 zu einem der Neuen sieben Weltwunder ernannt. Da Fels und Wasser in der Region eine große Rolle spielen, entstand die Legende, dass Petra der Ort sei, an dem Moses beim Auszug des Volkes Israel aus Ägypten mit einem Schlag seines Stabes eine Quelle aus dem Stein sprudeln ließ. Daher der Name Wadi Musa (Mosestal). Letztendlich hatte die Stadt ihre Blüte und ihr Wachstum den Nabatäern zu verdanken, die sich mit der Wasserwirtschaft gut auskannten und hier eine Oase schufen. Übernachtung wie am Vortag.
Sie haben Zeit, um weiter Petra zu erkunden, bevor Sie gegen Mittag in die rote Sandwüste des Wadi Rum, das größte Wadi in Jordanien, aufbrechen. Mit einheimischen Beduinen unternehmen Sie eine ca. 2-stündige Jeepsafari durch das Wadi Rum -- eine unvergessliche Sandlandschaft, die von bizarren Kalk- und Granithügeln unterbrochen wird und zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Sie übernachten im »Captain's Eco Desert Camp« in Zweipersonenzelten mit bequemen Betten. Das Beduinencamp verfügt über Toiletten und einen Waschraum. Zum Abendessen werden köstliche einheimische Speisen auf dem Grill zubereitet. Bevor Sie zu Bett gehen, sollten Sie unbedingt den Sternenhimmel betrachten und die einzigartige Stille genießen.
Nachdem Sie am Morgen, wenn Sie möchten, noch einen kleinen Spaziergang durch die rote Sandwüste gemacht und dabei den eindrucksvollen Sonnenaufgang beobachtet haben, fahren Sie weiter nach Aqaba am Roten Meer. Unternehmen Sie einen Stadtbummel durch die sehenswerte Innenstadt, oder lassen Sie sich von einem Taxi an einen der schönen Touristenstrände fahren, um im klaren Wasser des Roten Meeres zu baden. Das gemeinsame Abschiedsessen wird Ihnen in einem sehr schönen Restaurant in der Stadt serviert. Ihre heutige Unterkunft ist das »Captain's Hotel«, von wo aus Sie am Abend zu Fuß in eine der zahlreichen Bars gehen können.
Am Morgen Fahrt zum Flughafen von Aqaba, von wo aus Sie nach Amman fliegen. Hier treten Sie Ihren Heimflug über Wien an. Nach der abendlichen Landung auf Ihrem Wunschflughafen in Deutschland reisen Sie weiter in Ihren Heimatort.
Anschlussflug ab Österreich oder Schweiz gegen Aufpreis
Business-Class-Flug-Aufpreis: ab 1.600 EUR
Andere Linienfluggesellschaft auf Anfrage
Einzelzimmerzuschlag: 649 EUR
Preisangaben ab 01.01.2013 unter Vorbehalt
Linienflug mit Austrian Airlines von Deutschland über Wien nach Damaskus und zurück von Amman
Inlandsflug Aqaba-Amman mit Royal Jordanian
Flughafen-, Sicherheitsgebühren und Taxes (ca. 191 EUR)
Reiseminibus mit Klimaanlage
Übernachtungen in Hotels landestypischer guter Mittelklasse sowie 1 Übernachtung in einem 2-Personen-Zelt mit Betten in einem Wüstencamp (Falls einzelne der genannten Unterkünfte nicht verfügbar sind, wird eine möglichst gleichwertige Alternative gebucht.)
Täglich Frühstück, 1 x Picknick, 12 x Abendessen
1 Safari im offenen Geländewagen
Nationalparkgebühren und Eintrittsgelder
Reiseführer »Vorderer Orient«, Roman und Klimaschutz-Zertifikat
Deutsch sprechende Chamäleon-Reiseleitung
Sie werden von einem erfahrenen, Deutsch sprechenden Reiseleiter begleitet.