Highlights:
Historische Unterkunft in Weinbergen
Weinprobe beim Alois Lageder
Käsedegustation bei Hansi Baumgartner
Besuch eines tausendjährigen Erbhofs
Kochwerkstatt bei Luis Agostini
Südtiroler Reiseleiter Heiner Kaibisch
Zitat:
„Eine milde, sanfte Luft füllte die Gegend. Hier wendet sich die Etsch wieder gegen Mittag. Die Hügel am Fuße der Berge sind mit Wein bebaut. Über lange, niedrige Lauben sind die Stöcke gezogen, die blauen Trauben hängen gar zierlich von der Decke herunter und reifen an der Wärme des nahen Bodens.“ Johann Wolfgang von Goethe, Bozen, 11. September 1786
Individuelle Anreise zum Ansitz Tschindlhof in Sankt Michael / Eppan, etwa 11 Kilometer südwestlich von Bozen. Beim gemeinsamen Abendessen mit in einem guten Restaurant in der Nähe der Unterkunft lernen Sie Ihre Mitreisenden kennen.
Nach einem gemütlichen Frühstück unternehmen wir eine Rundwanderung zu den faszinierenden Eislöchern oberhalb des Ortes und weiter nach Girlan. Bei einer bekannten Baumschule beschäftigen wir uns mit einer wichtigen Tradition, dem Apfelanbau. Südtirol ist das größte zusammenhängende Anbaugebiet Europas. Die Äpfel haben eine faszinierende Geschichte, alle heute bekannten Sorten sind ursprünglich zufällige süße Mutationen der bitteren Wildäpfel. Nach einem Mittagsimbiss geht es weiter zu einer Brennerei, wo verschiedene feine Grappe destilliert und von uns verkostet werden. Wir kehren für eine Pause zurück in die Unterkunft. Zum Abendessen gehen wir in eines der besten Restaurants der Gegend, das feine alpenländische Küche serviert.
Rundwanderung: etwa 5-6 km, 250 m Höhenunterschiede bergauf und bergab, Laufzeit insgesamt 2-2,5 Stunden, Schwierigkeit: leicht.
Heute geht es zu einem der großen Winzer in Südtirol und Pioniere der Biodynamik – Alois Lageder. Seit den frühen Neunziger Jahren wurde sukzessiv umgestellt, inzwischen ist die ganze Anbaufläche von 63 Hektar zertifiziert. Alois erklärt uns, was die biodynamische Arbeitsweise über den Verzicht (auf Fungizide, Pestizide, Herbizide, Insektizide und Kunstdünger) hinaus bedeutet. Wir besuchen einen Weinberg und erfahren, wie die Arbeit in den verschiedenen Jahreszeiten aussieht. Neben dem Wein zeigt Alois uns seine beiden anderen Passionen, Kunst und die Musik. Sein Weinkeller ist auch Kunstraum, wobei es nicht um ein Nebeneinander, sondern um einen ganzheitlichen Ansatz geht. Zu Mittag essen wir im hauseigenen Restaurant, das bezeichnenderweise „Paradeis“ heißt. Nach dem Essen machen wir einen Spaziergang im Weinbaugebiet und fahren dann „heim“ in die Unterkunft. Der Abend steht zur freien Verfügung.
Unser Bus bringt uns nach Völs am Schlern, wo Reiseleiter Heiner Kaibitsch mit seinem Bruder den großelterlichen Hof wieder belebt und uns zu sich einlädt. Er zeigt uns den Hof und wir besuchen einige Nachbarn, die hier vor allem Kräuter und Obst anbauen, wie Elisabeth, die mit ihren 80 Jahren ein einmaliges Wissen über die Gegend, Landwirtschaft und lokale Traditionen hat. Zu Mittag kochen wir gemeinsam mit Heiner. Je nach Lust gibt es am Nachmittag die Möglichkeit, einen Spaziergang zu den Seen oberhalb von Völs zu machen oder im Garten zu entspannen. Zu Abend essen wir in einem der besten Restaurants der Schlerngegend und fahren dann mit dem Bus zurück nach Sankt Michael.
Es bieten sich zum Beispiel weitere Wanderungen an. Wir geben gerne Tipps.
Unser Bus bringt uns nach Vahrn oberhalb von Brixen, wo Hansi Baumgartner die konstant kühle und feuchte Atmosphäre eines ehemaligen Bunkers nutzt, um die besten südtiroler Käse reifen zu lassen! Er führt uns persönlich durch die Degustation von mindestens einem Dutzend seiner Käse – ein Traum für jeden Liebhaber! Weiter geht es über Sterzing, wo wir Zeit für einen Stadtbummel haben, zum fast tausendjährigen Pretzhof in Wiesen. Ulli Mair erläutert uns die traditionelle Architektur, die Tierzucht und das Leben in den Bergtälern. Grandios ist der Speck, den er von so alten und großen Schweinen macht, dass man fast glaubt, es sei die Seite einer Kuh! In der alten Stube des Pretzhofs essen wir zu Abend bevor es zurück nach Sankt Michael geht.
Am Vormittag besuchen wir Winzer Josephus Mayr, der den Erbhof Unterganzner in zehnter Generation bewirtschaftet und seit kurzem auch das nördlichste Olivenöl Italiens erzeugt! Zum kleinen Mittagessen sind wir in Bozen bei der Kochschule Atelier Condito. Luis Agostini ist einer der großen Kenner der klassischen Südtiroler Küche und macht uns mit einigen Spezialitäten bekannt. Am Nachmittag haben wir Zeit, Bozen zu erkunden. Nach einer Pause in der Unterkunft sind wir am Abschlussabend im Mai zur VIN-o-TON bei Alois Lageder eingeladen, der jedes Jahr bei einem Komponisten ein Stück in Auftrag gibt, das an diesem Abend im Granar, dem alten Kornspeicher, uraufgeführt wird. Im Oktober hingegen geht es abends zum Törggelen auf die Hügel rund um Bozen. Gebratene Kastanien, neuer Wein, Schlachtplatten, Knödel und frische Krapfen sind die Pfeiler dieser beliebten Tradition der Erntezeit.
Nach dem Frühstück heißt es Abschiednehmen von unserer Reise nach Südtirol. Für eine Verlängerung stehen wir Ihnen gerne mit Anregungen zur Verfügung. SCHWIERIGKEITSGRAD: Die Reise bietet keine besonderen Schwierigkeiten. Die Wanderungen sind leicht.
Teilnhemerzahl: Mindestens 6 Personnen
Höchstens 12 Personnen
Der Reisepreis beinhaltet:
Nicht enthalten:
HINWEISE DES VERANSTALTERS:
Änderungen im Reiseverlauf aufgrund örtlicher Gegebenheiten sowie Änderungen bei der Reiseleitung sind möglich.
Die Reise kann bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl bis vier Wochen vor Reisebeginn vom Veranstalter abgesagt werden. In der Regel können wir Ihnen aber bereits einige Monate vor Reisebeginn mitteilen, ob die Reise stattfindet.
Unterkunft:
Der Tschindlhof ist ein typischer Ansitz im überetscher Stil in Sankt Michael an der Südtiroler Weinstraße. Die Gemeinde Eppan hat über 180 Ansitze und Schlösser, mehr als jede andere in Europa. Das von Familie von Mörl mit Liebe geführte Haus liegt ruhig inmitten von Obst- und Weingärten etwas außerhalb des Ortes. Es besitzt 19 Zimmer, wurde 2008 komplett renoviert und verfügt über modernen Komfort. Um den Ansitz, der auf über 500 Jahre Geschichte zurück blickt, befindet sich Park mit uralten Zedern sowie ein Schwimmbad mit Liegewiese. Für uns sind große Zimmer mit Balkon reserviert (bei Einzelnutzung nur gegen höheren Aufschlag).
Der Südtiroler Heiner Kaibitsch zeigt mit großer Kenntnis und Freude seine Heimat. Er wuchs auf dem großelterlichen Hof in Völs am Schlern auf, den er inzwischen mit seinem Bruder neu belebt. Früh entwickelte sich seine Leidenschaft für die Küche, neben dem Studium der Kommunikationswissenschaften und Geschichte arbeitete er als Koch. Später verband er beide Interessen bei einem Master in Food Communication an der Slow-Food-Universität in Italien. Heute arbeitet er für den International Mountain Summit in Südtirol und betreibt ein Catering. Natürlich ist Heiner als Südtiroler zweisprachig.