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Andalusien - Der maurischen Seele auf der SpurWichtige Informationen zur Reise >>
[OW_2011]
10-tägige Kultur- und Erlebnisreise mit qualifizierter InSight-Reiseleitung

Treffen mit einer Zigeuner-Organisation • Einführung ins heutige Granada durch eine Persönlichkeit aus der Kunstszene • Gespräch mit einem Lokalpolitiker über alternative Energien und Wasserpolitik • Begegnung mit der arabischen oder jüdischen Religion

Eine Atmosphäre aus 1001 Nacht liegt über den historischen Städten Andalusiens. In den verwinkelten Gassen sprüht es vor Geschichte und Geschichten. Auf den Hügeln des Albaycíns und der märchenhaften Alhambra erheben sich die alten Stadtviertel von Granada am Fuße der Sierra Nevada. In Córdoba stehen Altstadthäuser mit blumengeschmückten Patios neben prachtvollen Zeugnissen wie der Mezquíta aus islamischen Zeiten.
Sevilla berauscht die Sinne mit einer Fülle von Farben, ihrer gewaltigen Geschichte und der Lebenslust ihrer Einwohner. Jérez de la Frontera ist berühmt für seinen Sherry und seine Pferde. Einen Abstecher in die landschaftlich reizvollen Alpujarras mit ihren weißen Bergdörfern und altem Kunsthandwerk lassen wir uns nicht entgehen. Unsere Reise durch die andalusische Kultur zeigt uns den Einfluss der maurischen Vergangenheit auf das heutige Leben. Andalusien ist ein wertvoller Schatz und steckt voller Geheimnisse und Rätsel.

Besondere Abendgestaltung: Professionelle Flamencodarbietung

Aktivitäten: 1 leichte bis mittelschwere Wanderung, ca. 3–4 Std. Trittsicherheit notwendig.

1. Tag: Anreise nach Granada

Flug mit Lufthansa von Frankfurt nach Málaga. Abholung am Flughafen und Fahrt nach Granada.

Ein abendlicher Aufstieg zum Aussichtspunkt San Nicolás führt durch das stark orientalisch geprägte Gassenlabyrinth des Albaycín und endet mit einem atemberaubenden Panoramablick auf die Alhambra. Granadas Reichtum an kulturellen und historisch bedeutsamen Sehenswürdigkeiten übt schon seit Jahrhunderten eine enorme Anziehungskraft aus und inspirierte damals wie heute zahlreiche Künstler.

3 Übernachtungen in Granada.

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2. Tag: Alhambra und Zigeuner in Granada

Heute erwartet uns eines der schönsten Beispiele der maurischen Architektur: die Alhambra. Die Festungs- und Palastanlagen sowie die Sommerresidenz der Emire von Granada, der Generalife, versetzen uns zurück in die Zeit der Herrschaft der Nasriden.

Führung durch das Viertel Sacromonte. Im Freilichtmuseum um das Centro de Interpretación wird das Leben in den ehemaligen Höhlenwohnungen anschaulich nachgestellt. Tafeln informieren über Geschichte und Lebensweise der Zigeuner. Der Mirador bietet herrliche Ausblicke auf die Stadt. Anschließend Begegnung mit der Zigeuner-Kultur: Treffen mit einem Mitglied einer lokalen Organisation der Gitanos (der spanischen „Zigeuner"). Bei einem typischen andalusischen Gericht sprechen wir über die Integration und Geschichte dieser ethnischen Gruppe.

Am Abend wird uns eine Persönlichkeit aus der Künstlerszene in das Leben des heutigen Granadas einführen.

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3. Tag: Ausflug in die Alpujarras

Wanderung in der zwischen Sierra Nevada und dem Mittelmeer gelegenen Gebirgslandschaft der Alpujarras. Neben landschaftlichen Reizen wie Schluchten, Wildbächen und spezieller Flora und Fauna bietet diese Region malerische, ursprüngliche Dörfer, Jahrhunderte altes Kunsthandwerk und lokale Spezialitäten. Charakteristisch sind die Architektur der Häuser maurischen Ursprungs, die verwinkelten, oft steil ansteigenden Gassen sowie die herrlichen Ausblicke auf die schneebedeckten Gipfel. Wir wandern durch die Poqueira-Schlucht und durchqueren die Dörfer Pampaneira, Capileira und Bubión. Unterwegs gibt es ein stärkendes Picknick.

Im Anschluss besuchen wir eine familienbetriebene Schokoladenmanufaktur.

Auf dem Rückweg nach Granada passieren wir einen Windpark und einen Stausee und am Abend sprechen wir mit einer Persönlichkeit der Lokalpolitik oder aus dem Umweltbereich zum Thema Wasserpolitik und alternative Energien in Spanien.

(Wanderung ca. 3-4 Stunden, ca. 280 Hm, leichtes bis mittleres Niveau, Trittsicherheit und bequeme Schuhe mit festen Sohlen sind notwendig.)

(F/L/-)
4. Tag: Oliven auf der Fahrt nach Córdoba

Auf der Fahrt nach Córdoba werfen wir einen Blick auf die Festung „Fortaleza de la Mota“, die die ehemals wichtige und stark umkämpfte Grenzstadt auf dem gleichnamigen Hügel dominiert. Nach einer Erkundungstour über eine Olivenbaumplantage lernen wir bei einer „Cata de aceite“ (Olivenölprobe) die qualitativen Beurteilungskriterien des Olivenöls theoretisch und praktisch kennen.

2 Übernachtungen in Córdoba.

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5. Tag: Córdoba, die Stadt der Kalifen

Alternative Stadtführung in Córdoba auf den Spuren der drei Religionen. Der beeindruckende Säulenwald der Mezquita (ohne Eintritt), das ehemalige Judenviertel und die verwinkelten Gassen der Altstadt mit ihren unzähligen, blumengeschmückten Patios sind unser heutiges Ziel. Wir haben die Möglichkeit, das lokale Kunsthandwerk und verschiedene Sehenswürdigkeiten wie den Alcázar de los Reyes Cristianos, eine maurische Festungsanlage oder die Albolafia, ein riesiges Mühlrad maurischen Ursprungs, anzusehen. Im Anschluss treffen wir ein Mitglied der arabischen oder jüdischen Religion. Ein Besuch der Casa Andalusí lässt die maurische Geschichte Córdobas wieder aufleben und wir erfahren Details über die Tradition und den heutigen Islam. Alternativ besuchen wir die Casa Sefarad, welche sich der jüdischen Geschichte widmet.

Beim Besuch in einer Werkstatt der traditionellen Herstellung filigranen Silberschmucks, für den Córdoba bekannt ist, erhalten wir eine professionelle Einführung.

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6. Tag: Fahrt nach Sevilla

Bus- oder Zugfahrt nach Sevilla. Gemeinsam erkunden wir dort die zahlreichen Plätze und Monumente der Stadt: den Alcázar, die Burg der Maurenherrscher Sevillas mit ihren märchenhaften Gärten, und die Kathedrale, eine der größten Kirchen der Welt, erbaut auf den Grundmauern einer maurischen Moschee. Vom Turm der Kathedrale, der Giralda (ehemals Minarett der großen Moschee) bieten sich uns wunderschöne Panoramablicke.

2 Übernachtungen in Sevilla.

(F/-/-)
7. Tag: Flamencozauber

Der heutige Tag ist dem Flamenco gewidmet. Wir besuchen das Flamenco-Museum, das uns einen umfassenden Überblick über die Geschichte und die verschiedenen Stilrichtungen dieser Tradition bietet. Eine theoretische und praktische Einführung in diese Kunst vermittelt uns der Besuch einer Flamencoschule. Der Abend wird durch eine professionelle Flamencodarbietung abgerundet.

(F/-/-)
8. Tag: Sherry und Pferde in Jérez de la Frontera

Fahrt über Arcos de la Frontera nach Jérez de la Frontera. Arcos beeindruckt durch seine Lage auf einem steil abfallenden Felsen, zu dessen Füßen sich der Río Guadalete durch die Landschaft schlängelt. Beherrscht wird die Altstadt von zwei imposanten Kirchen. Vom „mirador“ bieten sich herrliche Ausblicke.

Jérez de la Frontera, die größte Stadt der Provinz Cádiz, ist berühmt für Pferde und Sherry. Im Stadtzentrum trifft man auf eine Vielzahl von Bodegas (Kellereien), sogenannte „Kathedralen des Weines“. Eine exklusive Führung durch eine kleine Bodega mit Sherryprobe lassen wir uns nicht entgehen. Ebenso bekannt ist die lebendige Stadt für ihre Pferdezucht, über die wir beim Besuch einer nahe gelegenen Finca eine Menge erfahren.

1 Übernachtung in Arcos bzw. Jérez de la Frontera.

(F/-/A)
9. Tag: Über Ronda nach Antequera

Die spektakuläre Lage und die romantische Atmosphäre Rondas hat schon seit jeher Reisende angelockt und Künstler inspiriert. Die gewaltige Schlucht Tajo trennt die Stadt in zwei Stadtviertel: El Mercadillo, die Neustadt, mit der berühmten Stierkampfarena und La Ciudad, die Altstadt maurischen Ursprungs, in der sich auch zahlreiche Paläste und Kirchen befinden. In der Stadt, in der die Regeln des modernen Stierkampfs festgelegt wurden, erfahren wir Näheres über diese kontroverse „Kunst".

Fakultativ besteht am Nachmittag die Möglichkeit, ein nahe Antequera gelegenes Wolfsgehege zu besuchen. Der 2002 gegründete Themenpark informiert über selten gewordene Wölfe: wie sie kommunizieren, spielen, jagen und fressen. Den letzten Abend verbringen wir bei einem besonderen Abendessen.

1 Übernachtung in Antequera.

(F/-/A)
10. Tag: Freie Zeit in Antequera, Abreise

Vormittags Freizeit zum Entspannen oder zur Entdeckung von Antequera. Besuchen Sie die Festung „Castillo Árabe“ mit Blick auf den „Felsen der Verliebten“, entdecken Sie die zahlreichen Kirchen und Klöster oder besichtigen Sie den bedeutendsten und besterhaltenen Dolmenkomplex Europas. Mittags Fahrt zum Flughafen Málaga und Rückflug nach Frankfurt.

(F/-/-)
  • Flug Frankfurt–Málaga–Frankfurt mit Lufthansa, Economy Class
  • Alle Transfers vor Ort, z.T. mit ÖPNV
  • Insg. 9 Übernachtungen (DZ): 2- bis 3-Sterne-Hotels und Hostals (Standard) bzw. 3- bis 4-Sterne-Hotels (Komfort), je mit Du/WC
  • 9x Frühstück, 1x typisches andalusisches Gericht, 1x Picknick, 2x Abendessen
  • Programm wie beschrieben
  • Eintritte laut Programm
  • Qualifizierte ONE WORLD-Reiseleitung in Deutsch
  • Teilweise lokale Guides
  • Infomaterial
  • Sicherungsschein

Nicola Holzwarth
Nicola hat Kunstgeschichte und Archäologie studiert, bevor sie 1995 nach Andalusien kam. Sie lebt in Granada und liebt die arabisch-maurische Kultur, das warme Klima und die abwechslungsreiche Küche ihrer Wahlheimat.

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